Wenn Kinder unter Lernblockaden leiden, bringt das für deren Eltern oft große Fragezeichen mit sich. Nicht selten liegt das daran, dass sich Lernblockaden nicht zwingend in jedem Schulfach zeigen müssen. Oftmals sind nur ein oder zwei Fächer betroffen, manchmal auch nur der Unterricht einer Lehrkraft. Für Eltern ist es meist schwer zu erfassen, zumal sie ihr Kind häufig als klug erleben. Leistungsschwächen in einzelnen Fächern oder Teilbereichen lassen sich also nicht durch mangelnde Intelligenz erklären. Die Suche nach den Ursachen, und vor allem nach effizienten Lösungen, gleicht der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen, so meine Erfahrung. Leider erlebe ich auch die Lehrkräfte häufig als ratlos. Besonders dann, wenn klassische Methoden scheitern und schon ganz viel ausprobiert wurde, das doch eigentlich hätte helfen sollen. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, nenne ich Ihnen hier drei typische Anzeichen für Lernblockaden, die mir in meiner Praxis am häufigsten begegnen. Außerdem zeige ich Ihnen mögliche Ursachen und Lösungsansätze auf.
1. Vermeidung und Verweigerung
Wenn ein Kind plötzlich ein bestimmtes Fach nicht mehr mag und zunehmend Schwierigkeiten mit dem Stoff hat, reagiert es nicht selten mit Vermeidungs- und Verweigerungstaktiken. Steht das betroffene Fach auf dem Stundenplan, entwickelt das Kind beispielsweise Bauch- oder Kopfschmerzen und bittet darum, den Unterricht verlassen zu dürfen. Ähnlich kann es sich bei den entsprechenden Hausaufgaben verhalten. Meiner Erfahrung nach verhalten sich diese Kinder nicht umkooperativ, sondern schützen sich selbst.
2. Grübeln
Wer unter Lernblockaden leidet, leidet nicht an mangelnder Intelligenz. Den betroffenen Kindern ist dieser Sachverhalt durchaus bewusst. Weshalb sie den Schulstoff dennoch nicht in ihren Kopf bekommen, bleibt ihnen allerdings, ebenso wie ihrem Umfeld, ein Rätsel. Daher ist es kaum verwunderlich, dass betroffene Kinder zum Grübeln neigen. Ich erlebe es durchaus häufiger, dass sie ihre Familie an ihren Gedanken teilhaben lassen. Mit dem Grübeln ist es nur so eine Sache. Die Frage wird, wie in einem Hamsterrad, immer wieder neu gestellt. Mit den gleichen Parametern. Dabei kann es keine Lösung geben!
3. Gedächtnislücken
Ein Thema, mit dem Eltern mit ihren Kindern überdurchschnittlich oft meinen Rat suchen, sind Gedächtnislücken. Zu Hause wird geübt, der Stoff scheint zu sitzen und spätestens eine Woche später ist davon nichts mehr übrig. Nichts. Als hätte das Kind noch nie etwas davon gehört. Oder es wird für die Klassenarbeit geübt, zu Hause läuft es wie am Schnürchen und in der Arbeit ist alles wie weggeblasen. Selbstverständlich verstehe ich, dass Eltern dann verzweifelt sind. Wo soll man da denn auch ansetzen?
Mögliche Ursachen
Bei all diesen Fällen stelle ich in meiner Praxis immer wieder fest, dass Defizite in der Wahrnehmungsverarbeitung sowie unreife primitive Reflexe vorliegen. Meiner Erfahrung nach hängen all diese Phänomene mit einer nicht ganz optimalen frühkindlichen Entwicklung zusammen. Werden alle Entwicklungsschritte regelhaft durchlaufen, gibt es keine Probleme. Lieder können jedoch beispielsweise simple Infekte dazwischen funken. In der Folge können frühkindliche Reflexe nicht durch reifere Reaktionen abgelöst werden. Im Kontext der Lernblockaden ist das deshalb wichtig, da diese frühkindlichen Reflexe im Hirnstamm geschaltet sind, also so zu sagen immer die Vorfahrt vor allen anderen Reaktionen bekommen. Dadurch können sie den Zugang zu den höheren Hirnregionen, die beispielsweise für akademisches Lernen benötigt werden, ganz oder teilweise blockieren.
Eine Sackgasse?
Nein. Ich mache durchaus die Erfahrung, dass solche Reaktionsmuster verändert werden können. In meiner Praxis erlebe ich, dass sich die fehlenden oder unzureichend durchlaufene Entwicklungsschritte mit spezialisiertem Training nachreifen lassen. Eltern berichten mir von einer Verbesserung der Situation nach wenigen Trainingseinheiten. Wenn Sie wissen wollen, ob dieses Training auch Ihrem Kind helfen kann, lernen Sie mich am besten unverbindlich in einem ersten Telefonat kennen. Buchen Sie sich gerne ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch und wir besprechen in Ruhe, wie ich Sie und Ihr Kind unterstützen kann. Den Link zum Erstgespräch finden Sie direkt unter diesem Beitrag.
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