Die meisten Eltern wollen ihre Kinder beim Lernen unterstützen, sie fördern und fordern, ohne zu überfordern. Das kann ein ganz schöner Drahtseilakt werden. Daher werde ich in meiner Praxis häufig gefragt, wie Unterstützung gelingen kann. Dabei haben die meisten Eltern Situationen vom gemeinsamen Lernen oder Abfragen der Kinder im Kopf und die Frage müsste eigentlich lauten, wie die Reibereien und Streitigkeiten dabei vermieden werden können. Wenn Sie schon den ein oder anderen meiner Beiträge kenne, wissen Sie, dass ich an dieser Stelle an die Eigenverantwortung des Kindes ins Spiel bringe. Doch heute ist das Thema, was Sie als Eltern quasi nebenbei tun könne, um Ihr Kind beim Lernen zu unterstützen. Deshalb lassen wir die Eigenverantwortung gerade mal bei Seite. Neben all dem, was Sie vermutlich eh schon wissen, wie beispielsweise die Vorzüge eines ablenkungsarmen Arbeitsplatzes, gibt es durchaus noch Aspekte, die im Kontext mit Lernen gerne einmal vergessen werden.
1. Bewegung
Bewegung ist für unsere Entwicklung und den Erhalt unserer Gesundheit unerlässlich. Wussten Sie, dass Bewegung auch das Lernen unterstützen kann? Durch Bewegungsmuster werden unterschiedliche Verbindungen im Gehirn aktiviert, die wiederum das Lernen erleichtern können. Dabei geht es gar nicht darum, ständig an die eigene Leistungsgrenze hin zu trainieren. Vielmehr geht es darum, sich möglichst viel und möglichst an der frischen Luft zu Bewegen. Ob beim Joggen, beim Spaziergang oder beim Radfahren ist dabei egal.
2. Ausflüge
Tatsächlich können Ausflüge das Lernen unterstützen. Typischerweise sind diese nämlich durch neue Eindrücke und Erfahrungen geprägt. Oftmals erfordern sie auch Fähigkeiten, die im Alltag eher selten nötig sind, wie beispielsweise ein Feuer an der Grillstelle anzubekommen oder den Weg dorthin durch den Wald überhaupt erst einmal zu finden, wenn das Handy gerade kein Netz hat. Oder vielleicht wird die Neugierde gestillt, wie sich das Leben auf einer Burg anno dazumal gestaltet hat, weshalb die Burg dort gebaut wurde, wo sie nun ist und welchen Zweck genau sie erfüllt hat.
3. Pausen
Ich weiß, es klingt nicht spannend. Dennoch sind Pausen unglaublich wichtig. Einfach einmal nichts zu tun, ohne sich ständig von irgendwelchen Medien berieseln zu lassen, fällt den meisten Kindern heute wohl schwer. Langeweile auszuhalten haben sie verlernt. Doch unser Gehirn braucht Pausen, damit es sich in Ruhe organisieren und Gelerntes sauber archivieren kann. Oftmals kommen die besten Ideen gerade in Phasen der Langeweile daher, wenn sich die Gedanken beruhigen können und nicht über einem Problem gegrübelt wird.
Wenn nichts zu helfen scheint
Manche Kinder finden trotz aller Unterstützung keinen Zugang zum Lernen, obwohl sie über eine gute Intelligenz verfügen. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Meiner Erfahrung nach leiden diese Kinder häufig unter Wahrnehmungsdefiziten. Es geling ihnen nicht, Reize aus ihrer Umwelt regelhaft aufzunehmen und zu verarbeiten. Hinter all diesen Themen stecken meiner Erfahrung nach nicht oder nicht ausreichend durchlaufene Entwicklungsschritte. Aus unterschiedlichen Gründen konnten einzelne Schritte der individuellen Entwicklung nicht oder nicht sauber durchlaufen werden. Dabei kann es unter anderem auch zum Fortbestehen frühkindlicher Reflexe kommen. Typischerweise steck noch mehr dahinter. Ich mache in meiner Praxis die Erfahrung, dass sich diese fehlenden Entwicklungsschritte mit spezialisierten Therapiekonzepten nachreifen lassen. Wenn Sie wissen wollen, ob damit auch Ihrem Kind geholfen werden kann, lernen Sie mich am besten unverbindlich in einem ersten Telefonat kennen. Buchen Sie sich gerne ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch und wir besprechen in Ruhe, wie ich Sie und Ihr Kind unterstützen kann. Den Link zum Erstgespräch finden Sie direkt unter diesem Beitrag.
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