Ich erlebe in meiner Praxis immer mal wieder Kinder, die partout nicht in die Schule gehen wollen. Manche, weil sie die Schule aus unterschiedlichen Gründen verabscheuen, andere aus Schulangst. Dabei sollten Kinder doch Spaß am Lernen und sicherlich keinen Grund für Schulangst haben. Drei mögliche Ursachen, aus denen meiner Erfahrung nach Schulangst entstehen kann, stelle ich Ihnen hier vor.
1. Mobbing
Ja, Mobbing ist nicht schön und gehört gestoppt. Leider kann Mobbing aber sehr subtil sein, weshalb es von Lehrkräften unentdeckt bleiben kann. Außerdem wird typischerweise kein Kind von heute auf morgen ganz offensichtlich gemobbt. Es beginnt meist harmlos, leise und unbemerkt, bis es sich ins Offensichtliche und Unübersehbare gesteigert hat. Doch selbst wenn ganz offensichtlich gemobbt wird und die Lehrkräfte einschreiten ist es ein meist langwieriger Prozess, das Mobbing zu beenden. Meiner Erfahrung nach ist es der häufigste Grund für Schulangst und leider auch der, der am schwersten zu beherrschen ist.
2. Unterforderung
Auch wenn es vielleicht paradox klingt, auch Unterforderung kann ein Grund für Schulangst sein. Das betroffene Kind hat dabei tatsächlich Angst, dass es sich in seiner gesamten Schullaufbahn langweilen muss. Langeweile kann aber nun mal als äußerst stressig empfunden werden und zum Boreout führen. Da das Kind in diesem Fall meist ein besonders kluges Köpfchen ist, wird es meiner Erfahrung nach eher kreativ werden und auf sich und seine Situation mit diversen Auffälligkeiten aufmerksam machen. Handelt es sich allerdings noch dazu um ein besonders sensibles oder schüchternes Kind, kann es Schulangst entwickeln. Unterforderung lässt sich leicht beheben. Denn selbst wenn die Schule nicht bereit ist, das Kind besser zu fordern, gibt es zahlreiche außerschulische Angebote, die den Wissensdurst befriedigen können.
3. Überforderung
Die Überforderung beobachte ich in meiner Praxis als häufigste Ursache für Schulangst. Trotz seiner Intelligenz hat das betroffene Kind Schwierigkeiten im Schulalltag. Lesen, Schreiben oder Rechnen wollen einfach nicht gelingen, die Entwicklung ist nicht altersgerecht und das Verhalten auffällig. Hinzu können Konzentrationsprobleme, schlechte Koordination und erschwerte Impulskontrolle kommen. Wie gesagt, all dies trotz guter Intelligenz. Typischerweise hat das Kind einzelne Entwicklungsschritte nicht oder nicht ausreichend durchlaufen. Daraus können die genannten Probleme resultieren. So können beispielsweise nicht regelhaft integrierte frühkindliche Reflexe die höheren Hirnregionen, die für schulische Leistungen gebraucht werde, blockieren. Das Kind merkt, dass es nicht dümmer ist als seien Klassenkameraden, aber trotzdem keinen Zugang zu manchen Dingen finden kann. Zusätzlich fehlen ihm Handlungsalternativen. Es ist häufig in seinem eigenem Empfinden gefangen un kann gar nicht anders reagieren, egal wie sehr es sich bemüht. Daraus können schlußendlich Wut, Frust und Schulangst resultieren. In meiner Praxis mache ich die Erfahrung, dass sich fehlende Entwicklungsschritte mit spezialisierten Therapiekonzepten nachreifen lassen. Eltern berichten mir, dass sich die Situation für Ihr Kind nach einigen Trainingseinheiten verbessert hat.
Individuelle Beratung
Ihr Kind leidet unter Schulangst oder hat andere Probleme im Schulalltag und Sie wollen wissen, was dahinter steckt? Lernen Sie mich unverbindlich in einem ersten Telefonat kennen. Buchen Sie sich gerne ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch und wir besprechen in Ruhe, wie ich Sie und Ihr Kind unterstützen kann. Den Link zum Erstgespräch finden Sie direkt unter diesem Beitrag.