Auch bei uns in Baden-Württemberg gehen die Sommerferien zu Ende. Viele Eltern werden sicherlich aufatmen, da sie nicht mehr auf die diversen Betreuungsoptionen angewiesen sind und auch nicht ständig damit beschäftigt sind, die Kinderbetreuung zu koordinieren. Viele Schüler hingegen werden sich so gar nicht freuen, wieder früh aufstehen zu müssen und im Schulalltag irgendwie bestehen zu müssen. Ganz besonders für Kinder mit Defiziten in der Wahrnehmungsverarbeitung kann die Aussicht auf das neue Schuljahr einem Schreckgespenst ähneln. Für sie sind die Anforderungen und Gegebenheiten in einer Schulklasse durchaus eine Herausforderung, trotz guter Intelligenz. Die Freunde in der Klasse sind für sie oftmals der einzige Grund, weshalb sie überhaupt in die Schule gehen. Ich habe Ihnen daher drei Tipps, die sich in meiner Praxis bewährt haben, wie Sie Ihrem Kind den Schulstart erleichtern können, zusammengestellt.
1. Einen guten Zeitpunkt finden, um die Schultasche zu packen
Familien, die ich in meiner Praxis begleite, empfehle ich, zu Beginn der Ferien auch die Schultasche aus dem Sichtfeld zu entfernen, natürlich ausgeräumt. Nun, am Ende der Ferien muss sie wider neu bestückt werden. Ich rate dazu, sich einen passenden Zeitpunkt am letzten Ferienwochenende zu suchen. Je nach dem, wie das Wochenende gestalte werden soll, wird ein Tag zwischen Freitag und Sonntag sowie mindestens eine Tageszeit, besser eine konkrete Uhrzeit vereinbart, zu der die Schultasche ganz in Ruhe, ohne Zeitdruck vorbereitet wird. Ob das Kind diese Aufgabe alleine übernehmen kann hängt vom Alter und vom individuellen Entwicklungsstand ab. Die Schultasche rechtzeitig und in Ruhe vorzubereiten ist ein gutes Ritual für den Start nach den Ferien. Ich rate übrigens grundsätzlich dazu, schulische Aufgaben so früh als möglich in die Verantwortung des Kindes zu legen, schon alleine des Familienfriedens wegen.
2. Jammern zulassen
Eltern erzählen mir häufig, dass Ihr Kind vor dem Schulbeginn anfängt zu jammern, wie doof die Schule ist und dass es da überhaupt nicht hin will. Wie gesagt, für die Kinder in meiner Praxis ist der Schulalltag tatsächlich eine Herausforderung. Deshalb nützt es auch nichts, dem Kind zu sagen, es solle sich nicht so anstellen oder sich mal ein bisschen zusammenreißen. Viel besser ist es, dem Kind zuzuhören und Verständnis für seine Situation zu zeigen. Je nach Alter des Kindes kann auch die Frage, „Was hilft dir denn, den Schulstart besser zu meistern?“, dazu dienen, den Fokus von der Machtlosigkeit zu nehmen und hin zu möglichen Optionen zu lenken.
3. Die Aussicht auf etwas schönes
Ein weiterer Trick, die erste Schulwoche gut zu meistern, ist die Aussicht auf etwas schönes. Ich empfehle daher, ebenfalls am letzten Ferienwochenende zu überlegen, womit am darauffolgenden Wochenende ein kleines Highlight gesetzt werden soll. So kann beispielsweise ein Ausflug aus den Ferien wiederholt werden. Oder wenn das Kind in den Ferien gerne im Freibad war, ein Schwimmbadbesuch geplant werden. Vielleicht wird aber auch der Zwetschgenkuchen gebacken oder etwas gebastelt. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Ganz egal, wofür Sie sich schlußendlich entscheiden, Sie müssen es dann eben auch tun.
Individuelle Unterstützung
Es gibt leider keine allgemein gültige Patentlösung. Daher kann es sein, dass diese Tipps bei Ihrem Kind nicht funktionieren, auch wenn ich in meiner Praxis gute Erfahrungen damit mache. Ich ermutige Sie dennoch, es einfach einmal auszuprobieren. Und sollte Ihr Kind dennoch Schwierigkeiten mit dem Schulstart oder später mit dem Schulalltag haben, lassen Sie uns gerne sprechen. Wenn Sie wollen, stehe ich Ihnen mit meiner Erfahrung und meiner Kompetenz zur Seite. Lernen Sie mich am besten unverbindlich in einem ersten Telefonat kennen. Buchen Sie sich gerne ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch und wir besprechen in Ruhe, wie ich Sie und Ihr Kind unterstützen kann. Den Link zum Erstgespräch finden Sie direkt unter diesem Beitrag.
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