Meine jungen Patient:innen haben meist schon eine Reihe von Therapeuten kennengelernt. Bei Schulproblemen und auffälliger Entwicklung scheint es eine Art Standardprozedere zu geben. Nicht selten ist Nachhilfe ein Lösungsversuch. Mittlerweile gibt es ja auch wirklich viele Angebote, die teils sehr spezialisiert sind. Lieder hatte ich noch kein Kind in meiner Praxis, dem Nachhilfe weitergeholfen hätte. Nachhilfe kann eben keine Therapie ersetzen!
Lernblockaden
Wenn ein Kind in der Schule sein Potential nicht entfaltet und beispielsweise nur sehr schwer Lesen lernt, hat das nicht unbedingt mit mangelnder Motivation zu tun. Lernblockaden können sehr unterschiedliche Ursachen haben. In meinen Grunduntersuchungen stelle ich immer wieder fest, dass unter anderem das visuelle System unzureichend arbeitet. Liefern die Augen aber keine sauberen Seheindrücke oder kann das Gehirn diese nicht adäquat verarbeiten, können die Augen eventuell gar nicht sauber am Text entlang gleiten. Stockende oder ruckartige Augensprünge führen zu unterbrochenen Seheindrücken. Dadurch ist das Lesen sehr ermüdend und mach keinen Spaß. Die schlechte Leseleitung ist dann kein Symptom einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) sondern einer disharmonischen Zusammenarbeit der Grundfunktionen der Augen.
Nachhilfe bringt keine Besserung
Übung macht den Meister. Das ist wohl der erste Gedanke, der Eltern dann in den Sinn kommt. Und so wird mit dem Kind geübt und geübt, bis es Wutausbrüche, Streit und dicke Tränen gibt. Um die Situation zu Hause zu entzerren bekommt das Kind nun externe Nachhilfe. Doch auch die hilft dem Kind nicht. Im Gegenteil. Typischerweise wird die Lernblockade nur noch größer, schon alleine weil der Stress für das betroffenen Kind ständig zunimmt. Irgendwann sind dann Kind und Eltern verzweifelt und frustriert und die Schule äußert Sorgen über den Lernstand des Kindes. Meiner Erfahrung nach werden Eltern in einer solchen Situation häufig von Versagensgefühlen geplagt.
Sie sind nicht Schuld!
Tatsächlich können Sie als Eltern rein gar nichts dafür! Sie haben Ihr Kind nicht zu wenig unterstützt oder gefördert. Ich mache in meiner Praxis die Erfahrung, dass sich betroffene Kinder in ihrer frühen Kindheit nicht optimal entwickelt haben. Und auch hierfür können Sie als Eltern nichts! Die frühkindliche Entwicklung ist komplex und leider recht störanfällig. So kann beispielsweise eine simple Erkältung zur falschen Zeit dafür sorgen, dass ein Entwicklungsschritt nicht oder nicht ausreichend durchlaufen wird. Da sich jeder Mensch individuell und in seinem eigenen Tempo entwickelt kann in diesem Moment niemand sagen, ob die Erkältung gerade zu einem ungünstigen Zeitpunkt kam oder nicht. Machen Sie sich also bitte keine Gedanken, was Sie hätten anders machen können. Es gibt Dinge, die können Sie nicht von Ihrem Kind abwenden. Egal wie sehr Sie es schützen und lieben.
Individueller Lösungsansatz
Ich mache in meiner Praxis die Erfahrung, dass sich diese fehlenden Entwicklungsschritte mit spezialisiertem Training nachreifen lassen. Eltern berichten mir von einer Verbesserung der Situation nach wenigen Trainingseinheiten. Wenn Sie wissen wollen, ob dieses Training auch Ihrem Kind helfen kann, lernen Sie mich am besten unverbindlich in einem ersten Telefonat kennen. Buchen Sie sich gerne ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch und wir besprechen in Ruhe, wie ich Sie und Ihr Kind unterstützen kann. Den Link zum Erstgespräch finden Sie direkt unter diesem Beitrag.