Nr. 216

Närrische Zeit – närrische Schule?

Kaum sind der Jahreswechsel und die Weihnachtsferien vorbei, sind nicht nur Narren und Jecken in einer Hochphase, Schüler auch. In der Schule geht es wieder richtig zur Sache.Ich beobachte dieses Phänomen schon seit vielen Jahren. Und irgendwie scheint es fast logisch zu sein, denn nach den Weihnachtsferien ist vor den Halbjahresinformationen.Typischerweise fehlen für die Notenfindung allerdings noch Noten, sprich Klassenarbeiten, und die werden nun geballt geschrieben. Leider ist das meiner Erfahrung nach ein Phänomen, das sich durch alle Schulformen zieht und selbst vor Grundschulen nicht Halt macht. Ganz besonders die Kinder in meiner Praxis leiden darunter. Für sie ist bereits der ganz normale Schulalltag eine Herausforderung. Solch geballte Phasen können sie an ihre Grenzen bringen. Mit welchen, in meiner Praxis bewährten, Strategien Sie Ihr Kind unterstützen können, verrate ich Ihnen gerne.

Den Schrecken nehmen

In der Schule, aber auch in unserer Gesellschaft, wird häufig so getan, als sein Noten elementar wichtig. Ich will jetzt nicht behaupten, sie sein völlig egal, vom Thron stoßen möchte ich Sie allerdings schon. Denn sind wir mal ehrlich, Noten sind Eintrittskarten, nicht mehr und nicht weniger. Sie sind die Eintrittskarte in die nächste Klasse, in die weiterführende Schule, in die Lehre oder das Studium. Ich verspreche Ihnen, dass schon bald niemand mehr nach den Grundschulnoten Ihres Kindes fragt. Und auch in den weiterführenden Schulen sind die Noten der fünften Klasse schon bald uninteressant. Da das so weitergeht, wird also bald schon niemand mehr nach genau den Noten fragen, über die Sie heute mit Ihrem Kind streiten. Ist es Ihnen das also wirklich wert? Oder können Sie sich mit Ihrem Kind darauf einigen, dass die Versetzung nicht gefährdet werden darf?

Blitzableiter

Ihr Kind ist gerade ständig unter Strom. Und, große Überraschung, hat deshalb eine kurze Zündschnur. Wenn Sie selbst nicht als Blitzableiter fungieren möchten, versuchen Sie es doch einmal mit einem Wutkissen oder einem Boxsack. Daran darf sich Ihr Kind jeder Zeit und ohne Begründung abreagieren. Probieren Sie gerne auch weitere Varianten aus. Vielleicht haben Sie ja noch eine alte Matratze, die Sie an eine Wand lehnen können. Oder Sie sammeln Kartons und lassen Ihr Kind diese kaputt machen.

Verständnis

Wenn Ihr Kind unter neurophyiologischen Besonderheiten leidet, erbringt es jeden Tag in der Schule Höchstleistung. Es braucht nämlich zur Kompensation seiner Verarbeitungs- uns Wahrnehmungsschwierigkeiten zusätzliche Konzentration, Ausdauer und Kraft. Es kommt völlig erledigt nach Hause und muss dann auch noch Hausaufgaben machen. Zu allem Überfluss fühlt es sich fehl am Platz, da es ganz genau weiß, dass es nicht zu dumm ist, bestimmte Dinge abzuleisten. Gelingen tut es ihm, trotz aller Anstrengungen, dennoch oftmals nicht. Ihm fehlen Handlungsalternativen und es begreift sich mit seinem Verhalten als andersartig. Versuchen Sie, sich in seine Lage zu versetzen.

Was dahinter stecken kann

Kinder, die trotz guter Intelligenz Schwierigkeiten haben, den üblichen Anforderungen zu genügen, leiden meiner Erfahrung nach häufig an den Folgen unzureichend durchlaufender Entwicklungsschritte. Aus unterschiedlichen Gründen kann es passieren, dass die individuellen Entwicklungsphasen gestört werden. Eine häufige Folge davon sind Wahrnehmungsdefizite, deren Auswirkungen häufig unter dem Begriff der Neurodivergenz zusammengefasst werden. Egal, welchen Namen das Thema bekommt, ist Ihr Kind betroffen, erlebt es die Welt ganz anders.

Individueller Lösungsansatz

Ich mache in meiner Praxis die Erfahrung, dass sich diese unzureichend durchlaufenen Entwicklungsschritte mit spezialisierten Training nachreifen lassen. Wenn Sie wissen wollen, ob dieses Training auch Ihrem Kind helfen kann, lernen Sie mich am besten unverbindlich in einem ersten Telefonat kennen. Buchen Sie sich gerne ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch und wir besprechen in Ruhe, wie ich Sie und Ihr Kind unterstützen kann. Den Link zum Erstgespräch finden Sie direkt unter diesem Beitrag.

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