Nr. 225

Schule und Kind sind nicht kompatibel

In meiner Praxis erlebe ich immer mal wieder Kinder, sie sehr ungerne zur Schule gehen. Oftmals ist das schon kurz nach der Einschulung der Fall. Da waren sie im Kindergarten noch ganz stolz, bald ein Schulkind zu sein und endlich lernen zu dürfen und dann das. Ihre Erwartungen werden kein bisschen erfüllt. Sie hatten sich gewünscht, in ihrem eigenen Tempo lernen zu können, doch sie werden ausgebremst. Ihr Wissensdurst und ihre Lernbereitschaft werden vom Lehrplan zu Nichte gemacht. Diese Kinder können einen regelrechten Schulhass entwickeln. So auch Thilo (Name frei gewählt). Seine Mutter zeigt mir die Bilder von der Einschulung, auf denen Thilo mit leuchtenden Augen ganz stolz seine Schultüte trägt oder mit strahlendem Gesicht zum ersten mal an seinem Platz im Klassenzimmer sitzt. Von diesem Glanz ist in Thilos Gesicht heute nichts mehr zu sehne. Auf die Schule angesprochen zieht er die Augenbrauen finster zusammen und gibt zu Protokoll, dass die Schule einfach nur doof ist. Ich kann ihn gut verstehen.

Weshalb Kind und Schule kein Dreamteam sind

Jede Klassenzusammensetzung ist heterogen. Stellen Sie sich das ruhig wie eine großen, bunten Zirkus vor. Der Zirkusdirektor ist die Lehrkraft. Die Aufgabe lautet nun, an einem Seil ganz nach oben in die Kuppel des Zirkuszeltes zu klettern. Löwen und Tiger verstehen nicht, was das soll. Schließlich gibt es dort oben kein Futter. Die Elefanten sind frustriert, weil sie mit ihrem Rüssel zwar am Seil ziehen können, aber ihr eigenes Körpergewicht nicht am Seil hoch ziehen können. Die Pferde verstehen die Aufgabenstellung erst gar nicht. Für die Affen ist die Aufgabe so langweilig, dass sie nicht nur am Seil hoch klettern, sondern auch am Seil rumhampeln. Darüber können zwar die Zuschauer lachen, der Clown aber so gar nicht, er hat nämlich keine Idee, was daran lustig sein soll. Er ist frustriert, weil alle über die Affen lachen, aber keiner über ihn. So ähnlich wie in diesem Zirkus ist es auch in einer Klasse. Unterschiedliche Neigungen, Stärken und Schwächen wollen unter einen Hut gebracht werden. Dennoch ist die Aufgabenstellung für alle immer gleich. Da sind Frust, Enttäuschung, Unter- und Überforderung vorprogrammiert.

Wie die Schulzeit dennoch gelingen kann

Ich kann natürlich nichts am Schulsystem ändern. Allerdings kann ich individuelle Wege aufzeigen, wie die Schulzeit dennoch gelingen kann, beispielsweise mit außerschulischer Förderung. Besonders bei den Kindern in meiner Praxis ist das oftmals eine spannende Aufgabe, da sie neben ihren individuellen Neigungen auch meist noch einen guten Strauß an Wahrnehmungsdefiziten mitbringen. Für sie ist der Schulalltag eine noch größere Herausforderung, da sie zur Kompensation ihrer Defizite zusätzlich Kraft, Ausdauer und Konzentration aufbringen müssen. Deshalb sind sie nach einem Schultag auch oft völlig erschöpft oder völlig überreizt, was die Familie meist deutlich zu spüren bekommt. Deshalb ist es mit ein Anliegen, die Energie, die zur Kompensation aufgewendet werden muss, wieder für andere Aufgaben frei zu bekommen und so nicht nur das Kind, sondern die ganze Familie zu entlasten.

Wie das gelingen kann

Hinter all diesen Themen stecken meiner Erfahrung nach nicht regelhaft durchlaufene Entwicklungsschritte. Aus unterschiedlichen Gründen konnten einzelne Schritte der individuellen Entwicklung nicht oder nicht ausreichend durchlaufen werden. Dabei kann es unter anderem auch zum Fortbestehen frühkindlicher Reflexe kommen. Typischerweise steck noch mehr dahinter. Ich mache in meiner Praxis die Erfahrung, dass sich diese fehlenden Entwicklungsschritte mit spezialisierten Therapiekonzepten nachreifen lassen. Wenn Sie wissen wollen, ob damit auch Ihrem Kind geholfen werden kann, lernen Sie mich am besten unverbindlich in einem ersten Telefonat kennen. Buchen Sie sich gerne ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch und wir besprechen in Ruhe, wie ich Sie und Ihr Kind unterstützen kann. Den Link zum Erstgespräch finden Sie direkt unter diesem Beitrag.

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