Nr. 199

Struktur gibt Sicherheit und Entspannung

Struktur verhindert Kreativität, die Kinder haben in der Schule schon genug Struktur, Struktur ist nur ein anderes Wort für langweilige Routine oder Struktur ist eine autoritäre erzieherische Maßnahme sind Irrtümer, die ich in meiner Praxis gerne ausräume. Natürlich verstehe ich, wenn Eltern neben Hausaufgaben und Schulstoff abfragen nicht auch noch die Einhaltung von Strukturen einfordern wollen. Dennoch brauchen Kinder ein gewisses Maß an Struktur, quasi einen roten Faden für die Tagesplanung. Das gilt ganz besonders für Kinder im Grundschulalter, die eben noch kein gutes Gefühl dafür haben, was wie lange braucht und wieviel Zeit so ein Tag im Angebot hat. Und auch Wochen, Monate oder gar Jahre sind für sie eher noch abstrakte Angaben. Außerdem setzen sie meist andere Prioritäten. Das Spielen mit den Freunden ist ihnen meist wichtiger als sie Hausaufgaben. Ohne Struktur wäre ihr Tag schwups vorbei und die Hausaufgaben längst nicht gemacht.

Struktur oder langweilige Routine?

Ich weiß nicht, weshalb Struktur so ein schlechtes Image hat. Irgendwann wurde sie zur langweiligen Routine, die jeglichen Freiraum nimmt, degradiert. Dabei gibt Struktur Sicherheit und Entspannung. Das liegt daran, dass unser Gehirn Erlebtes ständig mit ihm bekannten Ereignissen vergleicht und in die passende Schublade sortiert. Ein geregelter Tagesablauf gibt ihm die Sicherheit, nicht ständig nach unerwarteten Ereignissen oder gar drohenden Gefahren suchen zu müssen und sich stattdessen entspannen zu dürfen. Dann denkt es beispielsweise: „Frühstück um sieben Uhr morgens? Kenne ich, machen wir jeden Schultag so. Vermutlich steht das Müsli schon auf dem Tisch, ebenso die Brotdose und die Trinkflasche für die Schule. Es ist genug Zeit, um ganz in Ruhe zu Frühstücken und trotzdem pünktlich in der Schule zu sein. Alles ganz entspann. Wie fein.“

Struktur für weniger Hausaufgabenärger

Auch bei den häufigen Streitthema Hausaufgaben hilft eine klare Regelung, wann diese zu machen sind. Den Familien in meiner Praxis empfehle ich, nach dem Mittagessen ein kurzes Spiel zu spielen. Danach geht jeder seinen anstehenden Aufgaben nach. Die Kinder machen ihre Hausaufgaben, Mama und Papa gehen beispielsweise zurück an die Arbeit oder kümmern sich um den Haushalt. Somit ist ganz klar, wer was zu tun hat und da es jeden Schultag so ist, denkt sich das Gehirn mal wieder: „Kenne ich schon! Kein Grund zur Aufregung. Wenn die Hausaufgaben fertig sind machen wir noch etwas, das Spaß macht. Wie fein.“ Ich mache in meiner Praxis die Erfahrung, dass sich damit so mancher Hausaufgabenärger in Luft auflöst.

Das richtige Maß an Struktur

Leider gibt es keine allgemein gültige Patentantwort, wieviel Struktur eine Familie braucht. Familienmitglieder sind Individuen und auch die Situation einer Familie ist individuell. Deshalb kann es für Sie vielleicht schwer sein, Strukturen zu installieren und einzuhalten. Und auch wenn der Spiele-Tipp bei vielen Familien funktioniert, vielleicht passt er ausgerechnet für Sie nicht. Keine Sorge, wir finden für Sie die passende Lösung! Wenn Sie wissen wollen, wie ich Sie und Ihr Kind begleiten kann, lernen Sie mich am besten unverbindlich in einem ersten Telefonat kennen. Buchen Sie sich gerne ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch und wir besprechen in Ruhe, wie ich Sie und Ihr Kind unterstützen kann. Den Link zum Erstgespräch finden Sie direkt unter diesem Beitrag.

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