Mit der Schule beginnt der Ernst des Lebens, heißt es. Vielleicht liegt das daran, dass es mit beginn der Schule eben auch Hausaufgaben gibt und wohl kein Schulkind Spaß daran hat. Zumindest habe ich noch kein Kind kennengelernt, dessen Hobby es ist, Hausaufgaben zu erledigen. Manche finden sich mit dieser lästigen Pflicht mehr oder weniger gut ab, für andere ist es ein täglicher Kampf, in den nicht selten die ganze Familie hineingezogen wird. Besonders für die Kinder in meiner Praxis können Hausaufgaben tatsächlich eine Herausforderung sein. Sie habe während des Schultages schon alles gegeben, sind weit über ihre Grenzen gegangen und sehnen sich nach Erholung. Doch statt eines erholsamen Nachmittags bekommen Sie Hausaufgaben, für die sie schon längst keine Energie mehr haben. So kann der Eindruck entstehen, sie würden trödeln und die Hausaufgaben unnötig in die Länge ziehen, dabei haben sie einfach keine Kraft mehr und die Hausaufgaben werden einfach nicht fertig.
Wo die Kraft geblieben ist
Kinder, die unter neurophysiologischen Defiziten, wie beispielsweise Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationsstörungen oder Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten leiden, benötigen Kompensationsstrategien, um im Schulalltag bestehen zu können. Wie ein Kind seine Defizite kompensiert ist äußerst individuell und hängt sowohl von den konkreten Defiziten als auch von den zur Verfügung stehenden Mitteln ab. Eins haben jedoch alle Kompensationsstrategien gemeinsam: Für sie braucht das Kind zusätzliche Konzentration, Ausdauer und Kraft. Dadurch ist der Schultag tatsächlich anstrengender und die Reserven für die Hausaufgaben viel kleiner.
Wie lange sollten Hausaufgaben dauern?
Typischerweise sollten die Hausaufgaben bei einen Grundschulkind innerhalb von 20-30 Minuten zu erledigen sein. Natürlich ist es tagesformabhängig, wie lange Ihr Kind tatsächlich benötig. Braucht es allerdings immer deutlich länger für seine Hausaufgaben, ist das ein Indiz, dass etwas nicht stimmt. Auch wenn es sich für Sie manchmal so anfühlen mag, Ihr Kind will Sie nicht ärgern. Es würde auch lieber mit den anderen Kindern spielen, anstatt den Nachmittag am Schreibtisch zu verbringen. Nur leider ist es ihm nicht möglich, den Anforderungen standzuhalten. Ihre Aufmunterungen, Ermahnungen oder Drohungen helfen ihm nicht weiter. Im Gegenteil ist das zusätzlicher Stress, der die Handlungsalternativen Ihres Kindes weiter einschränkt.
Was dahinter stecken kann
Meiner Erfahrung nach ist es keine Frage der Intelligenz, wenn der Schulstoff einfach keinen Weg in den Kopf finden will. Allerdings kann es passieren, dass neurophysiologische Defizite den Zugang zum Lernen blockieren. Entstehen können diese Defizite beispielsweise dann, wenn einzelne Entwicklungsschritte der frühkindlichen Entwicklung nicht ausreichend durchlaufen oder gleich ganz übersprungen wurden. Die Auswirkungen können sehr unterschiedlich sein und zeigen nicht nur im schulischen Leistungspotential sondern auch in alltäglichen Situationen durch teils auffällige Reaktionsmuster.
Wie geholfen werden kann
Ich mache in meiner Praxis die Erfahrung, dass sich die fehlenden Entwicklungsschritte mit spezialisiertem Training nachreifen lassen und das Kind so Zugang zu seinem vollen Potential bekommen kann. Wenn Sie wissen wollen, ob dieses Training auch Ihrem Kind helfen kann, lernen Sie mich am besten unverbindlich in einem ersten Telefonat kennen. Buchen Sie sich gerne ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch und wir besprechen in Ruhe, wie ich Sie und Ihr Kind unterstützen kann. Den Link zum Erstgespräch finden Sie direkt unter diesem Beitrag.
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