Irgendwann haben Routinen eine langweiligen Touch bekommen. Geregelte, immer nahezu gleiche Tagesabläufe sind einfach nicht mehr modern. Jeder Tag soll ein neues, spannendes Abenteuer bieten, neue Eindrücke, neue Herausforderungen, neue Impulse. Leider hat das weniger mit Neugier als viel mehr mit Rastlosigkeit zu tun. Unser moderner Lebenswandel erfordert eine gewisse Flexibilität, gar keine Frage. Schon alleine aufgrund der kurzzyklischen Kommunikation auf den unterschiedlichen Kanälen. Ich erinnere mich noch an Schreibmaschine und Durchschlagpapier, also das altertümliche cc der heutigen E-Mails. Ja, die Uhren haben damals irgendwie langsamer getickt und Alltagsroutinen wurden noch gepflegt. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, es liegt mir fern ein Loblied auf die gute alte Zeit anzustimmen. Auch damals galt schon, es ist nicht alles Gold, was glänzt. Weshalb ich dennoch für Routinen plädiere?
1. Routinen erleichtern dem Gehirn die Arbeit
Für unser Gehirn sind Routinen so eine Art Stundenplan. Es kann beispielsweise ein kurzes Spiel nach dem Mittagessen als Pause vor den Hausaufgaben verankern. Ihm ist völlig klar, dass es direkt nach dem Spiel ab an den Schreibtisch geht und die Hausaufgaben erledigt werden. Darüber muss es erst gar nicht nachdenken, es ist ja immer so, es ist Routine. Kein Grund, Energie an irgendwelche anderen Gedanken zu verschwenden. Einfach machen.
2. Alltagsroutinen
Alltagsroutinen helfen dem Gehirn, den Tag über entspannen zu können. Sind die Abläufe bekannt, gibt es auch keine großen Überraschungen. Auch wenn Bus und Bahn mal wieder unpünktlich sind, ist das nichts neues für das Gehirn. Da das Gehirn gerne Dinge in Schubladen sortiert, mag es auch Alltagsroutinen. Sie geben ihm Halt und bilden eine Art sicheres Grundgerüst, also keinen Grund für Alarmbereitschaft.
3. Routinen und Rhythmus
Typischerweise unterliegen Routinen einem gewissen (Tages-)Rhythmus. Etwa Bett – Bad – Frühstück – Schule – Mittagessen – Hausaufgaben – Freizeit – Abendessen – Bett. Dadurch entsteht, fast von alleine, ein Wechsel von Anspannung und Entspannung. Sympathisches und parasympathisches Nervensystem sind abwechselnd aktiv. Und das wiederum sorgt bei uns für Entspannung.
Routinen mit besonderen Kindern?
Die Kinder, die ich in meiner Praxis erlebe, sind, aufgrund ihrer Wahrnehmungsdefizite, in ständiger Alarmbereitschaft. Auch wenn es für die Eltern dieser Kinder eine Herausforderung sein kann, Routinen zu etablieren, profitieren gerade sie davon. Für diese Kinder sind Routinen echte Alltagshelfer, die ihnen Sicherheit und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Zumal der größte Teil der Kinder in meiner Praxis große Schwierigkeiten mit Veränderungen jeglicher Art hat. Sie mögen einfach keine Überraschungen.
Individuelle Routinen – individuelle Unterstützung
Sie wünschen sich einen geregelten Alltag und finden dennoch keine guten Routinen oder Ihr Kind rebelliert dagegen? Lassen Sie uns gerne gemeinsam hinsehen, woran das liegen kann und wie eine gangbare Lösung für ein friedliches Familienleben für Sie aussehen kann. Ich bin gerne an Ihrer Seite, auch in stürmischen Zeiten. Lernen Sie mich am besten unverbindlich in einem ersten Telefonat kennen. Buchen Sie sich doch gleich ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch und wir besprechen in Ruhe, wie ich Sie und Ihr Kind unterstützen kann. Den Link zum Erstgespräch finden Sie direkt unter diesem Beitrag.
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