Nr. 200

Wie Talente gefördert werden können

Im Sport ist die gezielte Suche nach und Förderung von Talenten ein zentraler Bestandteil. Für wohl jede Sportart gibt es spezielle Programme, um aus jungen Talenten Spitzensportler machen zu können. Offensichtlich funktioniert es ganz gut, gezielt nach herausragenden Leistungen Ausschau zu halten und hurtig attraktive Förderangebote zu machen, damit das Talent Teil von welchem Kader oder Verein auch immer wird. Solche Aushängeschilder werden gesucht und hofiert, sie bekommen beste Trainingsmöglichkeiten geboten. So weit, so bekannt. Weshalb erzähle ich Ihnen das überhaupt? Weil ich mir in all den vielen Jahren, in denen ich Schüler ein Stück auf ihrem Weg begleiten darf, um sie besser durch die Schulzeit zu bringen, wünsche, die Schule hätte ähnliche Konzepte. Ich erlebe in meiner Praxis viele besonders kluge, besonders begabte und hochbegabte Kinder, für die die Schule zum Problem wird. Weshalb brauche gerade sie Förderung, obwohl sie doch klug genug für den Unterricht sind?

Mehr Talentförderung

Meiner Erfahrung nach gibt es an Schulen nur sehr wenige Programme zur gezielten Talentförderung. Und wenn, sind sie von sehr engagierten Lehrern getragen, die oftmals ihre Freizeit opfern. Dabei bräuchten wir gerade für unsere klugen Kinder Möglichkeiten, weiter an ihren Talenten zu arbeiten. Ähnlich wie das im Sport ja auch ist. Wir brauchen gut ausgebildete junge Menschen, die vernetzt und komplex denken können und auf immer komplexer werdende Aufgaben vorbereitet sind. Und damit meine ich nicht nur die Förderung hochbegabter Kinder. Jedes Kind sollte seine Talente gefördert bekommen. Leider erlebe ich Schule in meiner Praxis anders. Zeigt ein Kind überdurchschnittliche Leistungen in einem oder mehreren Fächern, wird dem keine Bedeutung zugemessen. Es läuft ja, weshalb sollte man sich darum kümmern? Stattdessen wird das Augenmerk auf die nicht ganz so guten Fächer gerichtet.

Unterstützungsangebote

Schule kennt, zum Glück, Angebote, die den Kindern helfen sollen, ihre Defizite aufzuarbeiten. Da gibt es neben speziellen Materialien auch Förderunterricht. Das ist gut so, das will ich gar nicht bestreiten!

Ich erlebe dadurch allerdings auch Kuriositäten. Da wird dann beispielsweise das Kind, das in Mathe der totale Überflieger ist, in Deutsch in den Förderunterricht geschickt, weil dort die Note eine Tendenz in Richtung vier zeigt. Nun kann das Kind einerseits das Gefühl bekommen, seine Matheleistung wäre nichts wert. Andererseits kann es den Eindruck gewinnen, zu dumm für Deutsch zu sein. Meiner Erfahrung nach ist es aber nicht zu dumm, es hat einfach kein Interesse daran. Natürlich braucht es für einen Schulabschluss auch Deutsch, gar keine Frage. Aber muss da im Zeugnis unbedingt auch eine eins stehen, nur weil das Kind theoretisch das Potential dazu hat? Vor allem beobachte ich ein ungutes Phänomen: Je mehr Deutsch das Kind üben muss, desto schlechter wird es in Mathe, denn dafür hat es nun nur noch wenig oder gar keine Zeit mehr und der Spaß am Rätselraten geht verloren. Im schlimmsten Fall sind am Ende die Noten in Deutsch und in Mathe mittelmäßig.

Alternativlos?

Schule ist, wie sie ist. Daran lässt sich nichts ändern. Aber heißt das auch, dass Talente nicht gefördert werden können? Doch, natürlich! Allerdings ist hier das außerschulische Engagement, also auch die Unterstützung der Eltern, gefragt. In meiner Praxis mache ich gute Erfahrungen mit der Vereinbarung, dass die nicht so guten Fächer nicht schlechter als 4,0 werden dürfen, damit die Versetzung gesichert ist. Dafür werden die besonderen Talente außerhalb der Schule mit geeigneten Angeboten gefördert. Solange die Noten stimmen, unterstützen die Eltern, beispielsweise mit Fahrdiensten. Das klappt ganz gut.

Individuelle Unterstützung

Wie so oft im Leben gibt es nicht die eine Lösung. Deshalb kann es sein, dass die 4,0-Regelung für Ihr Kind nicht passend ist. Lassen Sie uns gerne gemeinsam einen für Sie besseren Weg finden. Wenn Sie neugierig sind, wie der aussehen kann, lernen Sie mich am besten unverbindlich in einem ersten Telefonat kennen. Buchen Sie sich gerne ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch und wir besprechen in Ruhe, wie ich Sie und Ihr Kind unterstützen kann. Den Link zum Erstgespräch finden Sie direkt unter diesem Beitrag.

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